Vision Wasser-Agenda 21

Die Vision drückt die Idealvorstellung für das Funktionieren der Wasserwirtschaft im Jahre 2030 aus und erklärt deren Bedeutung für Gesellschaft und Umwelt. Sie bildet den Orientierungsrahmen für die Arbeiten von Wasser-Agenda 21.

Die Schweiz ist reich an Wasser. Nutzung und der Schutz der Wasserressourcen sind zentrale Faktoren für die gedeihliche Entwicklung von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Als Oberliegerin wichtiger europäischer Flüsse obliegt es der Schweiz, Qualität und Regime des abfliessenden Wasser in gutem Zustand zu erhalten, um damit die Wassernutzungen und den Hochwasserschutz in den Nachbarländern zu unterstützen.

Die schweizerische Wasserwirtschaft orientiert sich an den Grundsätzen einer nachhaltigen Entwicklung. Sie strebt an, die Wertschöpfung des Umgangs mit dem Wasser für Gesellschaft und Umwelt auf Dauer zu optimieren. Bedrohungen durch Wasser werden so gut wie möglich abgewendet bzw. gemildert.

Dauerhaft zu gewährleisten sind:

Interessengegensätze zwischen diesen Grundanliegen werden in einer gesamtheitlichen Sichtweise angegangen. Die Bewirtschaftung der Wasserressourcen erfolgt Sektoren übergreifend und vorwiegend regional, möglichst mit hydrologischem Einzugsgebiet als Bezugsraum. Sie richtet sich nach den natürlichen Voraussetzungen sowie den raumplanerischen, wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten einer Region.

Die Bewirtschaftung des Wassers wird in transparenten Verfahren unter Einbezug aller wesentlichen Interessen und Betroffenen entwickelt. Im Rahmen der Regionalplanung werden die Anliegen einer nachhaltigen Wasserwirtschaft mit anderen wichtigen Handlungsbereichen abgestimmt. Dabei werden auch überregionale, nationale und internationale Interessen am Wasser in Rechnung gestellt.

Für den Umgang mit den Wasserressourcen bestehen Rahmenbedingungen, die Anreize für eigeninitiatives und -verantwortliches Handeln aller Akteure schaffen. Grosses Gewicht wird darauf gelegt, die Fachkompetenzen aller Wasserakteure sowie das Verständnis für das Wasser in der Gesellschaft zu fördern.