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Nature Artikel: Morphologische Auswirkungen des grössten Dammrückbaus der Welt

In der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ wurde kürzlich ein Artikel veröffentlicht, in dem die morphologischen Auswirkungen des grössten Dammrückbaues anhand eines 5-jährigen Monitorings verfolgt wurden.

Der Artikel veranschaulicht wie sich die Erhöhung der Geschiebezufuhr aufgrund des Dammrückbaus auf die Gerinneform und morphologische Prozesse auswirkt:

  • Verzweigung des Gerinnes nimmt zu, Kiesbänke vergrössern sich, Becken verfüllen sich.
  • Morphologische Veränderungen traten bereits in den ersten zwei Jahren nach Dammrückbau auf, obwohl kein Hochwasser grösser als HQ2 auftrat; danach stellte sich bereits ein neues Gleichgewicht ein (z.B. bei Trübung, Sohlenlage, Verzweigungsgrad des Gerinnes)
  • Einzugsgebiete in der Grössenordnung von 100 km2 können Sediment sehr effizient transportieren mit Transportstrecken von mehr als 10 km innerhalb von weniger als 5 Jahren.

 

Auch in der Schweiz soll der Geschiebehaushalt wieder naturnäher werden durch die Sanierung von Wasserkraftwerken und anderen Anlagen. Ähnlich grosse Erhöhungen der Geschiebezufuhr wie im Nature Artikel beschrieben, wird es in der Schweiz wohl nicht geben, aber die Ergebnisse zeigen, dass sich morphologische Verbesserungen sehr rasch einstellen können. Solch ein Leuchtturmprojekt trägt viel zum Wissensstand über Sanierungen bei und die Erfolge werden auch für ein breites Publikum sichtbar.

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