Begriff der Wasserwirtschaft

Die Wasserwirtschaft befasst sich mit den menschlichen Einflüssen auf die Ressource Wasser (den Wasserkreislauf, resp. das Wasserdargebot) und die Gewässer (Oberflächengewässer, Fliessgewässer und stehende Gewässer sowie Grundwasser).

Die Wasserwirtschaft umfasst die zielbewussten menschlichen Tätigkeiten, welche folgenden Zwecken dienen:
  • Nutzung: Die Erschliessung und Ausnützung der ober- und unterirdischen Wasservorkommen (Wasserversorgungen, Wasserkraftwerke, Wärmepumpen etc.)
  • Schutz vor dem Wasser: Der Schutz des Landes, dessen Bevölkerung und Tierwelt gegen schädliche Einwirkungen des Wassers (Seeregulierungen, See- und Flussverbauungen, Flusskorrektionen, Entwässerungen etc.)
  • Gewässerschutz: Erhaltung und Wiederherstellung der ökologischen Funktionen der Gewässer; Massnahmen gegen die biologische, chemische, physikalische und hydromorphologische Beeinträchtigung der Wasser- und Gewässerqualität
Dazu gehören auch raumwirksame Tätigkeiten, welche (direkt oder indirekt) einen Einfluss auf die Gewässer und die Ressource Wasser nehmen (Raumplanung, Landwirtschaft etc.).

Der öffentlichen Wasserwirtschaft kommt die Aufgabe zu - entsprechend den gesellschaftlichen und gesetzlichen Vorgaben - für eine Ordnung dieser Tätigkeiten zu sorgen (Koordination). Die Aktivitäten umfassen dabei sowohl planerische, rechtliche, organistorische wie auch betriebliche und bauliche Aspekte.